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MITNETZ STROM treibt Stromnetzausbau in Westsachsen voran

MITNETZ STROM investiert 2026 in Sachsen insgesamt rund 252 Millionen Euro in den Aus- und Umbau der Stromnetze. Einen wichtigen Anteil daran haben Projekte in der Netzregion Westsachsen. Zu den wichtigsten Vorhaben zählen der Neubau des Umspannwerks Schkeuditz/West, der Ersatzneubau der 110-kV-Hochspannungsleitung zwischen Eula und Oberelsdorf sowie der Ersatzneubau des Umspannwerks Oschatz. Mit diesen Projekten schafft der Verteilnetzbetreiber die Voraussetzungen für eine sichere Stromversorgung und den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien.

Mehr als 13 Millionen Euro für neues Umspannwerk Schkeuditz/West

Mit einem Investitionsvolumen von 13 Millionen Euro entsteht im Westen der Stadt Schkeuditz ein neues Umspannwerk. Der Neubau reagiert auf die steigende Nachfrage nach Einspeise- und Netzkapazitäten und sorgt dafür, dass eine sichere Versorgung gewährleistet werden kann. „Die Region verzeichnet zunehmend Anfragen nach höheren Einspeise- und Bezugsleistungen. Mit dem neuen Umspannwerk schaffen wir die notwendige Infrastruktur für die zukünftige Entwicklung des Stromnetzes“, erläutert Thomas Kaßebaum vom Projektmanagement HS der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom mbH.

Das neue Umspannwerk umfasst eine moderne 110-kV-Schaltanlage und zwei leistungsstarke Hochspannungs-Transformatoren. Darüber hinaus wird die modernste Schutz und Leittechnik verbaut. Die Bauarbeiten laufen seit August 2025. Nach der Anlieferung der beiden Großtransformatoren und der Fertigstellung des Betriebsgebäudes folgten Anfang 2026 die Montage der Hochspannungs-Schaltgeräte sowie Lieferung und Montage der Mittelspannungsschaltanlage. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für Ende 2027 vorgesehen.

Acht Millionen Euro für Hochspannungsleitung Eula-Oberelsdorf

Ein weiteres zentrales Infrastrukturprojekt ist der Ersatzneubau des zweiten Bauabschnitts der 110-kV-Hochspannungsleitung zwischen Eula und Oberelsdorf. Für diesen Abschnitt investiert MITNETZ STROM rund acht Millionen Euro. Das Projekt dient dazu, die teilweise nahezu 100 Jahre alte Leitung zu erneuern und ihre Übertragungskapazität deutlich zu erhöhen. Zwischen Bad Lausick und dem Abzweig der Hochspannungsleitung in Richtung Geithain entstehen auf rund sieben Kilometern Länge insgesamt 30 neue Stahlgittermasten. Gleichzeitig wird die bestehende Leitung durch eine moderne und leistungsfähigere Beseilung ersetzt.

Die Bauarbeiten erfolgen in Abstimmung mit den beteiligten Partnerunternehmen, darunter die Equos Energie GmbH, sowie den zuständigen Behörden. „Mit dem Ersatzneubau schaffen wir die Voraussetzungen, um den künftig weiter steigenden Energiebedarf in der Region zuverlässig zu decken und gleichzeitig mehr erneuerbare Energien in das Netz aufzunehmen“, sagt Sebastian Lerch als Projektleiter bei MITNETZ STROM. Die Bauarbeiten begannen im Mai 2025 und befinden sich inzwischen auf der Zielgeraden. Die Inbetriebnahme des zweiten Bauabschnitts erfolgte planmäßig Mitte Mai 2026, der Rückbau der Altanlage wird voraussichtlich Anfang Juli abgeschlossen.

Eine besondere Herausforderung stellt der Natur- und Artenschutz dar. Teile der Arbeiten erfolgen im Bereich eines Rotmilan-Brutgebiets und werden deshalb eng durch eine ökologische Baubetreuung begleitet. „Natur- und Artenschutz sind fester Bestandteil unserer Projektplanung. Alle Maßnahmen stimmen wir eng mit den zuständigen Behörden ab und setzen die erforderlichen Schutzmaßnahmen konsequent um“, betont Sebastian Lerch und kündigt an, dass für den dritten Bauabschnitt zwischen Geithain und Oberelsdorf eine angepasste Trassenführung vorgesehen ist. „Der Ersatzneubau soll auf einer kürzeren Strecke parallel zur Autobahn A 72 bis zum Umspannwerk Oberelsdorf verlaufen. Der Beginn der Maßnahme ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen“, sagt er. 

Neues Umspannwerk Oschatz: Investitionen von rund 15 Millionen Euro

Mit einem Investitionsvolumen von rund 15 Millionen Euro ersetzt MITNETZ STROM das bestehende Umspannwerk Oschatz durch einen modernen Neubau. Die Anlage stammt aus dem Jahr 1964 und wurde zwar mehrfach modernisiert, entspricht jedoch langfristig nicht mehr den heutigen technischen Anforderungen. „Mit dem Ersatzneubau schaffen wir die Voraussetzungen, um die Versorgungssicherheit in der Region dauerhaft zu gewährleisten und das Netz fit für zukünftige Anforderungen zu machen“, erklärt Thomas Kaßebaum.

Die Bauarbeiten haben bereits im Mai 2025 mit der Errichtung eines neuen Betriebsgebäudes und einer modernen Mittelspannungsschaltanlage begonnen. Es folgten die Anlieferung zweier neuer 110-kV-Transformatoren sowie die Installation moderner Schutz- und Fernwirktechnik. Die technische Inbetriebnahme ist für August 2026 vorgesehen. Anschließend wird die zweite Hälfte der Hochspannungsanlage erneuert und die Altanlage vollständig zurückgebaut. Der Abschluss des Gesamtprojekts ist für das Frühjahr 2028 geplant

Insgesamt investiert MITNETZ STROM in diesem Jahr 531 Millionen Euro in Ausbau, Erneuerung und Digitalisierung des Stromnetzes vier Bundesländern. Mehr dazu erfährst du in diesem Blogartikel.

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