Leitungsbefliegungen: wie MITNETZ STROM tausende Kilometer aus der Luft kontrolliert

Wenn im Frühjahr ein Hubschrauber entlang der Stromleitungen schwebt oder Monteure die Leitungen begehen, steckt dahinter eine wichtige Aufgabe: die jährliche Sicherheitskontrolle der Netze. Auch 2026 sind die Teams wieder mehrere Wochen im Einsatz und legen dabei tausende Kilometer zurück.
MITNETZ STROM: Kontrolle aus der Luft – ein Blick, der Details sichtbar macht
Aus einem Hubschrauber lassen sich Schäden, Veränderungen oder Gefahrenstellen oft viel schneller erkennen als vom Boden aus. Deshalb fliegt das Team die Leitungen mit etwa 15 bis 30 km/h ab – rund 20 Meter über dem Boden und etwa 15 Meter neben der Leitung.

Während der Pilot die Trasse im Blick behält, prüfen zwei Fachkräfte von MITNETZ STROM die Anlagen und dokumentieren alles, was ihnen auffällt. Dazu gehören zum Beispiel:
- beschädigte Leiterseile, etwa nach Blitzschlägen
- verbogene Masten
- defekte Isolatoren oder Armaturen
- Fremdkörper im Leitungssystem
- zu dichter Bewuchs im Trassenbereich
- Gefahren durch Bau- oder Forstarbeiten
Taucht ein Problem auf, planen die Teams sofort die notwendigen Maßnahmen.
Von Südsachsen bis Sachsen-Anhalt: mehrere Netzregionen im Fokus

Die Befliegungen starteten dieses Jahr im April in Südsachsen. Dort überprüfte MITNETZ STROM rund 700 Kilometer Trasse mit etwa 2.700 Masten. Da auf vielen Masten zwei Leitungssysteme verlaufen, ergibt sich eine Gesamtlänge von etwa 1.400 Kilometern Hochspannungsleitungen.
Anschließend ging es weiter nach Westsachsen. Hier kontrollierten die Teams rund 600 Kilometer Trasse mit etwa 2.100 Masten. Die Route führt unter anderem über den Landkreis Leipzig, Nordsachsen, Mittelsachsen und das Altenburger Land.
Mitte Mai folgte dann die Netzregion Brandenburg. Dort standen rund 950 Kilometer Trassen mit etwa 3.000 Masten auf dem Prüfplan. Die Befliegungen führte über mehrere Landkreise, darunter Dahme-Spreewald, Oder-Spree, Elbe-Elster und Spree-Neiße.
Den Abschluss bildete schließlich Sachsen-Anhalt im Juni. Hier begutachtet das Team etwa 1.000 Kilometer Trasse mit rund 3.300 Masten.
Insgesamt wurden damit auch dieses Jahr wieder mehrere tausend Kilometer Hochspannungsleitungen aus der Luft überprüft.
Warum Kontrollen aus der Luft so wichtig sind

Freileitungen sind jeden Tag Wind, Wetter und anderen Umweltbedingungen ausgesetzt. Stürme, Gewitter oder intensives Pflanzenwachstum können die Anlagen beschädigen oder gefährden. Die Leitungen müssen deshalb regelmäßig inspiziert werden. Eine Kontrolle zu Fuß oder mit dem Fahrzeug wäre angesichts des mehrere zehntausende Kilometer umfassenden Freileitungsnetzes der MITNETZ STROM viel zu zeitaufwendig. Hinzu kommt, das vom Boden aus auch viele relevante Details nicht ohne weiteres zu erkennen sind. Aus der Luft erhält man nicht nur einen besseren Überblick, sondern ist auch viel schneller und effizienter unterwegs.
Die jährlichen Befliegungen helfen dabei, Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben – oft, bevor es zu einer Störung kommt. So bleibt die Stromversorgung zuverlässig und sicher. In Waldgebieten gibt es zusätzlich im Herbst einen zweiten Durchgang: dann liegt der Schwerpunkt erneut auf dem Bewuchs entlang der Trassen.
