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MITNETZ STROM investiert 2026 knapp 20 Millionen Euro in Südsachsen

MITNETZ STROM setzt den Ausbau und die Modernisierung seiner Stromnetze in Sachsen weiter fort. Insgesamt investiert der Verteilnetzbetreiber im Jahr 2026 rund 252 Millionen Euro in die Netzinfrastruktur des Freistaats. Einen Teil dieser Investitionen setzt MITNETZ STROM in der Netzregion Südsachsen um.

Zu den wichtigen Vorhaben zählen der Ersatzneubau der Hochspannungsleitung zwischen Herlasgrün und Markneukirchen, der Ersatzneubau der Mittelspannungsleitung zwischen Gersdorf und Palla sowie der Neubau einer Hochspannungsleitung am Abzweig Oberelsdorf. Die Projekte sollen die Netzkapazitäten erhöhen und die Voraussetzungen für eine sichere Stromversorgung sowie die weitere Integration erneuerbarer Energien schaffen.

6,1 Millionen Euro: Hochspannungsleitung Herlasgrün – Markneukirchen

Mit einem Gesamtvolumen von 20,5 Millionen Euro gehört der Ersatzneubau der Hochspannungsleitung zwischen Herlasgrün und Markneukirchen zu den umfangreichen Netzausbauprojekten in Südsachsen. Im Jahr 2026 investiert MITNETZ STROM rund 6,1 Millionen Euro in die Maßnahme. Das Projekt dient dem Netzausbau und soll die Versorgungssicherheit in der Region verbessern. Die Bauarbeiten haben bereits 2024 begonnen und sollen vor Ort noch bis 2029 andauern.

„Eine besondere Herausforderung ist die Trasse selbst. Die Arbeiten führen durch teilweise unwegsames Gelände und über zahlreiche Waldabschnitte. Dadurch entsteht ein hoher Aufwand für den Wegebau sowie für die Herstellung von Kranstandorten. Hinzu kommen zahlreiche Provisorien, die für den standortgleichen Austausch der Masten erforderlich sind“, erläutert Andreas Franke vom Projektmanagement HS der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom mbH und zuständig für Projektplanung/Kundenbetreuung Südsachsen.

Für die Stromversorgung der Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und anderer Netzanschlussnehmer seien keine Einschränkungen vorgesehen. „Während der Bauarbeiten kann es jedoch zu erhöhtem Baustellenverkehr und Verschmutzungen öffentlicher Straßen kommen. Sperrungen sind vor allem dann erforderlich, wenn Schutzgerüste errichtet werden müssen. Diese sollen nach derzeitiger Planung nur in begrenztem Umfang zum Einsatz kommen“, ergänzt er.

5,2 Millionen Euro für Mittelspannungsleitung zwischen Gersdorf und Palla

Auch zwischen Gersdorf und Palla baut MITNETZ STROM sein Netz weiter aus. Der Ersatzneubau der Mittelspannungsleitung hat ein Gesamtvolumen von 9,8 Millionen Euro. Davon entfallen rund 5,2 Millionen Euro auf das Jahr 2026. Mit dem Vorhaben wird das Netz verstärkt und seine Kapazität erhöht. Die Fertigstellung der Arbeiten ist für Mitte 2027 vorgesehen.

„Technisch anspruchsvoll ist vor allem die Verkabelung der bestehenden 30-kV-Freileitung“, berichtet Franke. Nach der Verlegung der neuen Verbindung werde die bisherige Freileitung zurückgebaut. Darüber hinaus seien eine Bahnquerung sowie die Querung von Ortslagen mittels Spülbohrungen vorgesehen, fügt er hinzu.

Für angeschlossene Kunden soll die Versorgungssicherheit während der gesamten Bauphase gewährleistet bleiben. Bei der Einbindung der neuen Leitungsverbindung können jedoch Abschaltungen von EEG-Einspeisern erforderlich werden. Außerdem ist vereinzelt mit verkehrsrechtlichen Maßnahmen wie Ampelregelungen oder Umleitungen zu rechnen. Umfang und Dauer dieser Einschränkungen hängen von der konkreten Umsetzung der Bauarbeiten ab.

8,5 Millionen Euro: Neue Hochspannungsleitung am Abzweig Oberelsdorf

Ein weiteres wichtiges Projekt für die Netzregion Südsachsen ist der Neubau der Hochspannungsleitung am Abzweig Oberelsdorf. Das Gesamtvolumen beträgt 19,8 Millionen Euro, davon investiert MITNETZ STROM im Jahr 2026 rund 8,5 Millionen Euro. Mit der neuen Leitung entsteht eine direkte Verbindung von Eula nach Röhrsdorf beziehungsweise Niederwiesa. Davon soll die Netzregion Südsachsen profitieren, weil Strom aus erneuerbaren Energien künftig besser innerhalb des Netzes verteilt werden kann.

Der Baubeginn erfolgte im März 2026. Das Projekt wird in zwei Bauabschnitten umgesetzt und soll voraussichtlich Ende 2027 abgeschlossen werden. Zu den besonderen Herausforderungen gehören die Genehmigungs- und Abstimmungsprozesse. Das Projekt wird von zwei Bürgerinitiativen begleitet. Gleichzeitig ist eine enge Zusammenarbeit mit den betroffenen Kommunen erforderlich. Weitere Abstimmungen betreffen unter anderem die Deutsche Bahn und die zuständigen Stellen für die Autobahn.

„Da es sich um eine neu errichtete Leitung handelt, erfolgt die Einbindung in das Stromnetz erst gegen Ende der Bauphase“, erklärt der Experte. „Versorgungsunterbrechungen für die angeschlossenen Kunden sind deshalb nicht vorgesehen. Im Umfeld der Baustellen kann es jedoch durch die hohe Nutzung von Straßen, den Bau von Schutzgerüsten und Baulärm zu Beeinträchtigungen kommen“, sagt Franke.

Umfangreiche Investitionen für den Netzausbau in Südsachsen

Mit den Projekten zwischen Herlasgrün und Markneukirchen, Gersdorf und Palla sowie am Abzweig Oberelsdorf setzt MITNETZ STROM den Ausbau seiner Netzinfrastruktur in Südsachsen fort. Die Maßnahmen erhöhen die Kapazitäten des Stromnetzes, verbessern die Voraussetzungen für die Verteilung von Strom aus erneuerbaren Energien und tragen zur Versorgungssicherheit in der Region bei.


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