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MITNETZ STROM hilft Storchenpaar beim Umzug

MITNETZ STROM hilft Storchenpaar
Am 29. Mai 2018 hatten zwei unserer Kollegen eine besondere Aufgabe. Ein Storchenpaar hatte sich in Lausigk (Sachsen-Anhalt) auf einen Mittelspannungsmast ein-quartiert. Dieses Zuhause hätte auf Grund der anliegenden Leitungen für Mensch und Tier gefährlich werden können.

"Die Lausigker sind vor drei Wochen auf das Storchenpaar aufmerksam geworden. Sie haben sich gleich mit der Stadt in Verbindung gesetzt. Natürlich haben wir sofort unsere Hilfe zugesagt. In Abstimmungen mit der Unteren Naturschutzbehörde wurde schnell ein neuer Strommast gefunden", sagt Sebastian Lutz, Meister Realisierung MS/NS Köthen.

Rund 50 Meter vom eigentlichen Quartier sollte das neue Zuhause entstehen. So bereiteten die Monteure Matthias Hölzke und Bernd Fritsche, Realisierung MN/NS Köthen, alles für den Umzug vor. Dabei wurde das von den Störchen bereits zusammengebaute Nistmaterial von einem Strommast mittels Hubsteiger heruntergeholt. Die vor Ort eingebundenen Ornitholo-gen haben dieses auf ein Geflecht von Weidenästen gelegt. Unsere Monteure statteten den für die Störche gefährlichen Mast mit einem Vogel-Abweiser aus. Danach stiegen die Kollegen wieder in acht Meter Höhe und legten die Nisthilfe auf den neuen Mast. Nach einigen Schwierigkeiten mit den alten Isolatoren konnte das Nest befestigt werden.

So gibt es insgesamt 19 Storchennester im Altkreis Köthen. Wenn das Pärchen in Lausigk es annimmt, sind elf belegt.

"Zudem haben wir die Absicht noch zwei 13 Meter hohe Masten in der Region zu errichten und sie mit Nisthilfen zu versehen, damit die Tiere von den für uns wichtigen Masten Abstand nehmen. Aber das müssen wir erst noch mit der Stadt besprechen", sagt Lutz abschließend.

Drei Fragen an unsere Mitarbeiter Matthias Hölzke und Bernd Fritsche:

Bei der Hitze auf dem Mast? Wird Ihnen da nicht schwindelig?

Matthias Hölzke: Dafür sind wir ausgebildet. Außerdem haben wir schon 9 Uhr begonnen. Von daher wollten wir am Vormittag unsere Arbeiten beendet haben.
Bernd Fritsche: Wir mussten außerdem noch gut aussehen. Uns haben rund 20 Bewohner von Stühlen und Gartenbänken aus beobachtet.
Matthias Hölzke: Aber das war okay. Sie hatten dafür in der Zeit keinen Strom, weil wir den abstellen mussten.

Haben die Störche das Nest gleich angenommen beziehungsweise wo waren diese in der Zeit?

Bernd Fritsche: Die Störche waren unterwegs. Am Abend kamen diese nach Hause. Soweit ich weiß, war der Ornithologe am Abend noch einmal dort und hat das Pärchen im neuen Nest gesehen.

Wie oft mussten Sie denn schon solche Storchen-Umzüge vornehmen?

Bernd Frische: Ich war schon ein paar Mal dabei. Bislang hatte immer alles geklappt.
Matthias Hölzke: Ich habe zum ersten Mal beim Umzug geholfen. Sehr spannende Sache. Ich hoffe, die Störche nehmen das neue Zuhause an.

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