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2015

Sechs Holzwürfel auf einer Zeitung bilden das Wort „Presse

MITNETZ STROM modernisiert Hochspannungsfreileitung von Marke nach Piesteritz

  • Baumaßnahme eines der wichtigsten Einzelvorhaben in den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld und Wittenberg
  • Unternehmen investiert insgesamt rund 4,6 Millionen Euro

MITNETZ STROM verbessert die Qualität der Stromversorgung in den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld und Wittenberg. Der enviaM-Netzbetreiber plant, die Hochspannungsfreileitung zwischen Marke und Piesteritz zu modernisieren. Das Unternehmen investiert in das Projekt bis 2016 insgesamt rund 4,6 Millionen Euro.

„Wir haben die Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren im Oktober letzten Jahres eingereicht. Sobald uns der Beschluss vorliegt, werden wir mit der Modernisierung der Altleitung beginnen. Das betrifft 29 Maste auf einer Länge von neun Kilometern. Die Bürgermeister der unmittelbar betroffenen Gemeinden informieren wir weiterhin in persönlichen Gesprächen. Sobald wir konkrete Angaben zum Baustart haben, geben wir noch ein Informationsblatt für die Bürger heraus", so Jens-Uwe Schäfer, Leiter Netzregion Sachsen-Anhalt.

Bereits im letzten Jahr hatte MITNETZ STROM darüber informiert, dass die Hochspannungsfreileitung zwischen dem Umspannwerk Marke und dem Abzweig Bitterfeld auf der derzeit vorhandenen Trasse modernisiert werden muss. Dabei werden neue Fundamente eingebaut, neue Masten gestellt, neue Seile aufgelegt und der Korrosionsschutz aufgetragen. Der Trassenabschnitt wird zudem um zwei Systeme erweitert und als vier-systemige 110-Kilovolt-Leitung gebaut. „Dass heißt, die Masten werden im genannten Leitungsbereich circa acht Meter höher. Die Seilanzahl erhöht sich um sechs Seile", so Schäfer weiter.

Anlass für die Modernisierung ist die Zunahme der Einspeisung erneuerbarer Energien in das Netz. „Das Netz in der Region muss dringend auf die aktuellen Entwicklungen angepasst werden. Durch die Modernisierung wird die Leitung verstärkt. Die Strom-Tragfähigkeit der neuen Seile ist höher. Dadurch können größere Strommengen transportiert werden. Zudem wird die Belastbarkeit der Maste erhöht. Letztendlich stellen wir damit die Versorgungszuverlässigkeit in der Region sicher", so Schäfer abschließend. Die Fertigstellung des Gesamtvorhabens ist in 2016 vorgesehen.

Neben der Erneuerung der Hochspannungsleitung sind weitere wesentliche Baumaßnahmen im westlichen Landkreis Wittenberg:

Rackith:

  • Optimierung des Mittelspannungsnetzes
  • Umfang: Das Baugebiet beginnt südlich von Rackith bis Milchviehanlage Gaditz. Dabei werden circa 2.500 Meter Mittelspannungsfreileitung durch circa 3.300 Meter Mittelspannungskabel ersetzt. Bei der Baumaßnahme werden gleichzeitig Lichtwellenleiter-Leerrohre mitverlegt.
  • Anlass: Querschnittserhöhung der Leitungen, Netzausbau aufgrund Zunahme der Einspeisung erneuerbarer Energien
  • Umsetzung: Mai bis November
  • Kosten: rund. 200.000 Euro

Bad Schmiedeberg:

  • Ersatz der Mittelspannungsfreileitung durch Mittelspannungskabel vom Umspannwerk Bad Schmiedeberg nach Ogkeln
  • Umfang: Die Baumaßnahme wird im 2. Bauabschnitt aus 2014 fortgesetzt und erstreckt sich von Ortslage Ogkeln über Scholis bis Bungalowsiedlung westlich von Scholis. Ein 3. Bauabschnitt schließt sich nordwestlich von Bad Schmiedeberg entlang der K2027 bis „Blaues Auge" an. Dabei werden circa 4.100 Meter Mittelspannungskabel verlegt und circa 3.700 Meter Mittelspannungsfreileitung demontiert.
  • Anlass: Verbesserung der Versorgungszuverlässigkeit
  • Umsetzung: 2014 bis 2016
  • Kosten: rund 265.000 Euro

Schellingberg/Moschwig:

  • Ersatz Mittelspannungsfreileitung durch Mittelspannungskabel
  • Umfang: Das Baugebiet beginnt in Schellinberg Richtung Osten Moschwiger Straße sowie Richtung Süden nach Moschwig. Dabei werden cirka 2.200 Meter Mittelspannungskabel verlegt und circa 1.600 Meter Mittelspannungsfreileitung ersetzt. Gleichzeitig erfolgt die Errichtung von einer Transformatorenstationen in Schellinberg und Moschwig.
  • Anlass: Verbesserung Versorgungszuverlässigkeit
  • Umsetzung: Mai bis November
  • Kosten: rund 170.000 Euro

Der Landkreis Wittenberg ist Teil der Netzregion Sachsen Anhalt und der Netzregion Brandenburg. Für den reibungslosen Netzbetrieb im Landkreis Wittenberg sind die Mitarbeiter des Betriebsservice und des Anlagenmanagement in Köthen und Ruhland zuständig. Das Netz in der Netzregion Sachsen-Anhalt hat eine Länge von rund 19.500 Kilometern.

Pressekontakt

Evelyn Zaruba
Stellvertretende Pressesprecherin
Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH
T 0371 482-1748
Evelyn.Zaruba@mitnetz-strom.de 
I  www.mitnetz-strom.de

Hintergrund

Die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH (MITNETZ STROM) mit Sitz in Halle (Saale) ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM). Als größter regionaler Verteilnetzbetreiber in Ostdeutschland ist MITNETZ STROM unter anderem für Planung, Betrieb und Vermarktung des enviaM-Stromnetzes verantwortlich. Das durch die MITNETZ STROM betreute Stromverteilnetz hat eine Länge von rund 74.000 Kilometern und erstreckt sich über Teile der Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.