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2019

Sechs Holzwürfel auf einer Zeitung bilden das Wort „Presse

MITNETZ STROM setzt auf Digitalisierung

MITNETZ STROM investiert weiterhin in ein intelligentes, steuerbares und flexibles Stromnetz. Ziel ist es, das Stromnetz besser auszulasten und unnötigen Netzausbau zu vermeiden. Der Netzbetreiber nutzt dabei neue Möglichkeiten im Rahmen der Digitalisierung. Insgesamt plant MITNETZ STROM rund 20 Millionen Euro in 2019 für digitale Projekte auszugeben.

„Die Vielfalt und Vielzahl von Stromerzeugern führt bei uns als Verteilnetzbetreiber zu besonderen Anforderungen. Wir transportieren den Strom vom Erzeuger zum Verbraucher und sorgen für die Versorgungssicherheit und -zuverlässigkeit der Stromversorgung. Eine intelligente und flexible Netzsteuerung ist erforderlich, um Angebot und Nachfrage von Strom exakt aufeinander abzustimmen. Die Digitalisierung spielt dabei eine immer größere Rolle. Prognosedaten, neue Plattformen und/oder Portale mit umfänglichen Geoinformationsdaten werden immer wichtiger. Im Mittelpunkt stehen unsere Kunden, der Netzbetrieb und unsere Prozesse“, sagt Dr. Adolf Schweer, technischer Geschäftsführer der MITNETZ STROM.

So testet MITNETZ STROM unter anderem seit Ende 2018 den lokalen Flexibilitätsmarkt. Dabei kauft das Unternehmen Flexibilität über eine neu entwickelte Flexibilitätsplattform der Firma NODES aus Norwegen. „Die Erzeugung erneuerbarer Energien findet vor allem im Verteilnetz statt. Das Steuern und Regeln der Stromeinspeisung gewinnt in den Verteilnetzen an Bedeutung“ ergänzt Schweer. Zudem entwickelt der Netzbetreiber Geoinformationsportale zu Ladesäulenbestimmungen, Freileitungswarnung für Landwirtschaft und Meldung defekter Straßenbeleuchtungsanlagen.

Netzausbau kontinuierlich wichtig

Wichtig ist des Weiteren der kontinuierliche Netzausbau im Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetz. Dazu zählen Umspannwerke und Trafostationen zu modernisieren sowie Freileitungen im Mittelspannungs- und Niederspannungsnetz durch Erdkabel auszutauschen.

Insgesamt sieht MITNETZ STROM ein Bauvolumen von rund 258 Millionen Euro in 2019 vor. Schwerpunkte im Netzausbau sind zum Beispiel, die Hochspannungsleitung zwischen Großräschen und Schwarzheide zu ersetzen (Brandenburg), die Stationsleittechnik und die Mittelspannungsanlage im Umspannwerkes Taucha zu erneuern (Sachsen), die Hochspannungsleitung Marke – Bitterfeld/Mitte – Piesteritz/Nord zwischen Kemberg und Radis zu ersetzen (Sachsen-Anhalt) und die Arbeiten im Umspannwerk Artern abzuschließen (Thüringen).

Pressekontakt

Evelyn Zaruba
Pressesprecherin
Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH
T 0371 482-1748
E evelyn.zaruba@mitnetz-strom.de
I www.mitnetz-strom.de

Hintergrund

Pilotprojekt NODES:
Kurzfristig kann mehr Leistung aus erneuerbaren Energien an einen Industriekunden abgegeben werden, um das lokale Stromnetz zu entlasten. Der Industriekunde regelt seinen Strombedarf aus konventionellen Quellen herunter, um den Strom aus erneuerbaren Energien aufzunehmen. Er erhält für den Einsatz der Flexibilität eine Vergütung. Betreiber erneuerbarer Energieanlagen können ihre Anlagen weiterbetreiben und müssen nicht abgeschaltet werden. Netzsicherheitseingriffe und Entschädigungszahlungen an Anlagenbetreiber können minimiert werden.

Die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH (MITNETZ STROM) mit Sitz in Kabelsketal ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM). Als größter regionaler Verteilnetzbetreiber in Ostdeutschland ist MITNETZ STROM unter anderem für Planung, Betrieb und Vermarktung des enviaM-Stromnetzes verantwortlich. Das durch die MITNETZ STROM betreute Stromverteilnetz hat eine Länge von rund 74.000 Kilometern und erstreckt sich über Teile der Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.