Zum Hauptinhalt springen

Blog

Tierisch: Hochwasserschutz beim Biber abgeschaut

Die Flukatastrophen und Stürme der letzten Jahre haben immer gezeigt: Unwetter und Naturkatastrophen können große Schäden anrichten. Davon bleibt nicht selten auch das Stromnetz nicht verschont und weitreichende Stromausfälle können die Folge sein, vor allem wenn sich die technische Infrastruktur wie Umspannwerke, Trafostationen oder Leitungen in der Nähe von Gewässern befindet. Deswegen ist es MITNETZ STROM sehr wichtig, sich auf derartige Szenarien vorzubereiten, präventiv Technik vorzuhalten und regelmäßig Krisenübungen durchzuführen.

 

Hochwasser-Übung bei Grimma zusammen mit Rettungskräften

Eine solche Übung hat erst kürzlich wieder zusammen mit den Einsatzkräften der Feuerwehr Grimma und dem THW stattgefunden und zwar an der Mulde bei Nimbschen, einem Ortsteil von Grimma. „Die reibungslose Zusammenarbeit zwischen Technischem Hilfswerk, Feuerwehren, Krisenstäben und sonstigen Rettungskräften ist uns als Netzbetreiber ist dabei besonders wichtig“, betont Andreas Wolkwitz, Meister Spezialtechnik bei MITNETZ STROM.

Trainiert wurde dieses Mal vor allem der praktische Einsatz und korrekte Aufbau des Hochwasser- und Unwetter-Schutzsystems Beaver® ( zu deutsch: Biber). Der Biber ist bekannt dafür, ein echter Meister im Bauen von Dämmen zu sein. Daher ist er Namensgeber für das Hochwassserschutzsystem "Beaver", welches MITNETZ STROM nun schon seit einigen Jahren im Einsatz hat. 

Einige Impressionen und O-Töne zeigt folgender Film:


Effektiver und schneller Hochwasserschutz dank Beaver-System

Statt Holz und Ästen kommen hier jedoch PVC-ummantelte Schläuche zum Einsatz, weshalb der mobile Schutzdamm ein wenig an einer Kinderhüpfburg erinnert. Die Kunststoff-Schläuche ersetzen den Aufbau von Schutzwänden mit Sandsäcken. Die Schläuche werden an entsprechender Stelle ausgelegt, aufgeblasen, miteinander verbunden und mit Wasser gefüllt. Gut 60.000 Liter Wasser in der Stunde schaffen die zugehörigen Pumpen.

Der große Vorteil: ein Beaver-Schlauchdamm ist wesentlich schneller aufgebaut als ein vergleichbarer Sandsackdamm. Außerdem braucht es weniger Kräfte, 8 Leute sind für den Aufbau ausreichend. Dies spart Zeit und Kraft. Gerade in Krisensituationen, in denen schnelles Handeln erforderlich ist, ist das ein großer Vorteil und unterstützt dabei, die Strom- und Gasversorgung für die Bevölkerung aufrecht zu erhalten. So entsteht in kurzer Zeit eine flexible Barriere, die Umspannwerke und andere Anlagen und Einrichtungen effektiv vor Überflutungen schützt.

Andreas Wolkwitz, der nach über 50 Jahren bei MITNETZ STROM bald in den wohlverdienten Ruhestand geht, kennt die Gefahren von Hochwasser nur zu gut aus eigener Erfahrung. Sein Dorf wurde bereits mehrfach auf Grund von Überschwemmungsgefahr evakuiert.

Der „Beaver“ kam bei MITNETZ STROM bisher jedoch erst einmal zum Ernstfall-Einsatz und dies auch nicht im eigenen Netzgebiet. Vielmehr half man 2021 bei der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal. Dort war das System innerhalb von drei Stunden aufgebaut und einsatzbereit.   

Hilfe & Kontakt

Hilfe & Kontakt

Wir helfen Ihnen gerne weiter. Bitte wählen Sie Ihr Anliegen.

Kontakt

schnell und einfach

STÖRUNGEN

Aktuelle Informationen

Downloads

Wichtige Dokumente