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2020

Sechs Holzwürfel auf einer Zeitung bilden das Wort „Presse

MITNETZ STROM baut Drohneneinsatz im operativen Betrieb aus

MITNETZ STROM setzt seit März 2020 manuelle Drohnen im täglichen Betriebsablauf der Monteure und dem Bereitschaftsdienst ein. Damit baut der enviaM-Netzbetreiber den Einsatz von Drohnen in seinem Netzgebiet aus. Manuelle Drohnen sollen Monteure operativ bei Inspektionen der Stromleitungen und Anlagen sowie Störungsaufklärung im Hoch-, Mittel- und Niederspannungsbereich unterstützen. Ab Mai 2020 werden die Drohnen auch bei planmäßigen Arbeiten eingesetzt.

„Wir können dadurch schneller und effizienter mögliche Schadstellen identifizieren. Den Zeitaufwand der Inspektion und die Reparatureinleitung verkürzen wir deutlich. Das ist ein wesentlicher Vorteil für unsere Kunden. Zudem sind unsere Monteure vor Ort weniger Gefahren ausgesetzt. Der Einsatz ist flexibel und wir können das Bildmaterial direkt vor Ort auswerten. Das dient einer sicheren und zuverlässigen Stromversorgung“, sagt Udo Stöckel, Bereichsleiter Realisierung und Betrieb bei MITNETZ STROM.

So kann das Unternehmen durch digitale Leitungsbefliegung beispielsweise Sturmschäden an Leitungen frühzeitig erkennen, Anlagen und Stromleitungen trotz unwegsamen Gelände, enormer Schneemengen, Hochwasser oder Gefährdungen in Wäldern nach Sturmlagen begutachten und entsprechend schnelle Vorkehrungen treffen.

MITNETZ STROM verfügt derzeit über fünf Drohnen, die in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen eingesetzt werden. Es handelt sich dabei um die Typen DJI Mavic 2 Pro und Zoom. Die Drohnen werden nur im sichtbaren Bereich auf einer Flughöhe von ungefähr 50 Metern betrieben. Zudem werden sie vorrangig an Stromleitungen und Anlagen über Agra-, Forstgebiete und eigenen Grundstücken eingesetzt.

„In unmittelbarer Umgebung der Stromleitungen kann der Drohnenflug beobachtet werden. Entsprechend der datenschutzrechtlichen Richtlinien erfolgen keine Aufnahmen privater Grundstücke oder Personen. Das Bildmaterial dient ausschließlich der Lageerkundung und Zustandskontrolle der Leitungen und Masten“, gibt Stöckel an.

Unterstützung bei der Einführung des operativen Drohneneinsatzes erhält die MITNETZ STROM von der Partnerfirma, FlyNex, ein Start-up-Unternehmen aus Leipzig. Das Unternehmen hatte MITNETZ STROM jüngst bei dem Einsatz von automatisierten Drohnen an Hochspannungsleitungen unterstützt. Die Projekte dazu laufen weiterhin. Die Bildaufnahmen der manuellen Drohnen im operativen Bereich lernen zudem die künstliche Intelligenz der automatisierten Drohne an. „Wir arbeiten Hand in Hand, um gemeinsam von den digitalen Möglichkeiten zu profitieren und schnell in den praktischen Einsatz zu kommen“, meint Jens Hache, Projektleiter für den automatisierten Drohneneinsatz.

Bis Ende 2020 werden die manuellen Drohnen von den Monteuren erprobt. „Dann werten wir die Einsätze aus und entscheiden, ob weitere Drohnen angeschafft werden“, schließt Stöckel ab.

Pressekontakt

Evelyn Zaruba
Pressesprecherin
Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH
T 0371 482-1748
E evelyn.zaruba@mitnetz-strom.de
I www.mitnetz-strom.de

Hintergrund

Die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH (MITNETZ STROM) mit Sitz in Kabelsketal ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM). Als größter regionaler Verteilnetzbetreiber in Ostdeutschland ist MITNETZ STROM unter anderem für Planung, Betrieb und Vermarktung des enviaM-Stromnetzes verantwortlich. Das durch die MITNETZ STROM betreute Stromverteilnetz hat eine Länge von rund 74.000 Kilometern und erstreckt sich über Teile der Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.