Erneuerbare Energien bei MITNETZ STROM erneut auf Rekordniveau

Die Energiewende im Netzgebiet von MITNETZ STROM schreitet weiter mit großen Schritten voran. Auch 2025 setzt sich das starke Wachstum bei erneuerbaren Energien fort. Neue Rekordwerte bei installierter Leistung und Anlagenzahl zeigen deutlich, dass der Ausbau der Erneuerbaren ungebrochen ist – sie bringen für den Netzbetreiber jedoch auch enorme Herausforderungen mit sich und fordern die Geduld von Netzkunden.

Mehr Anlagen, mehr Leistung – neue Höchststände 2025
Im Jahr 2025 stieg die Zahl der angeschlossenen Erneuerbare-Energien-Anlagen um 18 Prozent auf mehr als 172.000. Gleichzeitig erreichte die installierte Leistung einen neuen Rekordwert von rund 13.580 Megawatt – ein Plus von über zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der langfristige Trend ist besonders beeindruckend: Innerhalb der vergangenen zehn Jahre hat sich die installierte Leistung aus erneuerbaren Energien nahezu verdoppelt. Die Anzahl der Erzeugungsanlagen hat sich im gleichen Zeitraum sogar mehr als vervierfacht.

Photovoltaik bleibt stärkster Energieträger
Photovoltaik ist weiterhin die tragende Säule des Ausbaus. Mit knapp 55 Prozent stellt Solarenergie den größten Anteil an der installierten Gesamtleistung erneuerbarer Energien im Netzgebiet. 2025 stieg die installierte PV-Leistung um 14 Prozent auf 7.475 Megawatt. Die Windkraft folgt mit über 41 Prozent Anteil und einer installierten Leistung von 5.634 Megawatt – ein Zuwachs von knapp sieben Prozent. Ergänzt wird der Energiemix durch weitere erneuerbare Technologien: Die Wasserkraft trägt mit 86 Megawatt zur Gesamtleistung bei, Biomasse mit 378 Megawatt. Hinzu kommen knapp sieben Megawatt aus Deponie-, Klär- und Grubengas, die das regenerative Portfolio abrunden.

Balkonkraftwerke treiben Anlagenzahl, haben aber wenig Einfluss auf Gesamtleistung
Besonders dynamisch entwickelte sich erneut die Anzahl der Photovoltaik-Anlagen. Insgesamt sind inzwischen fast 169.000 PV-Anlagen im Netzgebiet angeschlossen – ein Plus von nahezu 19 Prozent. Haupttreiber waren sogenannte Steckersolaranlagen, besser bekannt als „Balkonkraftwerke“. Ihre Zahl stieg um 51 Prozent auf rund 45.600 Anlagen. Aufgrund ihrer begrenzten Leistung von maximal 800 Watt dienen sie überwiegend der Eigenversorgung und haben daher nur einen geringen Einfluss auf die Gesamtleistung. Auch größere Dach- und Freiflächenanlagen legten deutlich zu. Ihr Bestand wuchs um knapp zehn Prozent auf rund 123.000 Anlagen.

Erneuerbare übertreffen Bundesdurchschnitt deutlich
Ein besonders bemerkenswerter Wert zeigt sich beim Anteil erneuerbarer Energien am Letztverbraucherabsatz: Dieser lag im Versorgungsgebiet 2025 bei 133 Prozent. Damit wird rechnerisch deutlich mehr erneuerbarer Strom erzeugt als verbraucht. Zum Vergleich lag der bundesweite Anteil nach Angaben des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bei knapp 56 Prozent. Das Ziel der Bundesregierung, den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch in Deutschland bis 2030 auf mindestens 80 Prozent zu steigern, ist im Netzgebiet von MITNETZ STROM damit bereits seit Jahren erreicht.

Steuerbare Verbrauchseinrichtungen erreichen Höchststand
Neben dem Ausbau der Erzeugungsanlagen wächst auch die Zahl neuer Verbrauchseinrichtungen weiter. Im Jahr 2025 wurden über 14.000 steuerbare Anlagen neu angemeldet. Dazu zählen private Ladepunkte für Elektrofahrzeuge, sogenannte Wallboxen, ebenso wie Wärmepumpen und Stromspeicher. Insgesamt sind inzwischen mehr als 110.000 dieser Anlagen an das Verteilnetz angeschlossen. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark legten Stromspeicher mit einem Plus von 23 Prozent zu, während Wallboxen um 15 Prozent und Wärmepumpen um fast vier Prozent wuchsen.

Energiewende bringt große Herausforderungen
Der kontinuierliche Ausbau erneuerbarer Energien und die steigende Zahl neuer Verbrauchseinrichtungen stellen den Netzbetreiber vor erhebliche organisatorische und technische Herausforderungen. „Als Netzbetreiber gewährleisten wir auch in turbulenten Zeiten eine sichere Versorgung und leisten einen elementaren Beitrag zum Gelingen der Energiewende in der Region“, erklärt Kai Richter, seit Dezember 2025 kaufmännischer Geschäftsführer von MITNETZ STROM. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass die sehr hohen Anschlusszahlen zu längeren Bearbeitungszeiten führen können. Man arbeite intensiv daran, aufgelaufene Rückstände schnellstmöglich abzubauen.
Fazit: Energiewende mit Tempo
Das Jahr 2025 bestätigt den klaren Trend: Der Ausbau erneuerbarer Energien im Netzgebiet von MITNETZ STROM schreitet mit hoher Dynamik voran. Photovoltaik bleibt Wachstumstreiber, die regionale Erzeugung übertrifft den Verbrauch deutlich und neue Technologien gewinnen weiter an Bedeutung. Die Energiewende ist in der Region längst Realität. Nun gilt es, Netzinfrastruktur und Prozesse im gleichen Tempo weiterzuentwickeln.
