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2015

Sechs Holzwürfel auf einer Zeitung bilden das Wort „Presse

Sonnenfinsternis ohne Auswirkungen auf die Stromversorgung

  • Vorbereitungen bei MITNETZ STROM haben sich bewährt
  • sichere Stromversorgung gewährleistet
  • Verteilnetze haben Schlüsselrolle für künftige Energieversorgung

MITNETZ STROM, enviaM-Netzbetreiber, hat die partielle Sonnenfinsternis vom 20. März erfolgreich gemeistert. Die Zusammenarbeit mit dem Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz erfolgte reibungslos. Die Situation zeigt, dass der Umbau des Energiesystems eine enorme Herausforderung für die Verteilnetze darstellt.

MITNETZ STROM als regionaler Verteilnetzbetreiber beobachtete zu jeder Zeit die Photovoltaik-Leistungswerte. Die Herausforderung bestand darin, in kürzester Zeit auf Anweisung von 50Hertz Einspeiseleistung reduzieren zu können. Es mussten jedoch keine Maßnahmen umgesetzt werden. Für die Kunden waren keine Auswirkungen spürbar.

Zu Beginn der Sonnenfinsternis gegen 10 Uhr waren 1.650 Megawatt Photovoltaik-Leistung im Netz zu verzeichnen. Das entsprach etwas mehr als der Hälfte der installierten Photovoltaik-Leistung im Netz der MITNETZ STROM. Zum Höhepunkt der Sonnenfinsternis um 10:45 Uhr reduzierten sich diese auf insgesamt 500 Megawatt. Zum Zeitpunkt des Mondaustritts um circa 12 Uhr gingen die Photovoltaik-Anlagen im Gebiet der MITNETZ STROM mit einer gesamten Leistung von 2.160 Megawatt wieder ans Netz. Das entsprach rund 80 Prozent der gesamten installierten Photovoltaik-Leistung im Netzgebiet der MITNETZ STROM. Der Anteil an installierter Photovoltaik-Leistung im Netzgebiet der MITNETZ STROM beträgt rund 2.600 Megawatt.

Die Mitarbeiter des Netzbetriebes der MITNETZ STROM waren auf den heutigen Einsatz im Netz vorbereitet. Gegen 12:30 Uhr war die erhöhte Bereitschaft abgeschlossen.

Auf Grund des hohen Anteils an installierter Photovoltaik-Leistung in Deutschland – rund 39.000 Megawatt – sowie in Italien und Frankreich stellte die Sonnenfinsternis eine große Herausforderung an die Übertragungsnetzbetreiber in Europa dar. MITNETZ STROM war seit mehreren Monaten in Abstimmung mit 50Hertz. Dabei wurden Maßnahmen entwickelt, um auf die Gegebenheiten im Netz vorbereitet zu sein. So fanden in den letzten Wochen Tests bezüglich reibungsloser Kommunikation mit 50Hertz und möglicher Notabschaltungen per Fernwirktechnik statt. Zudem wurden bei der MITNETZ STROM am 20. März von 9 und 13 Uhr keine planmäßigen Schalthandlungen sowie Baumaßnahmen im Hochspannungsnetz durchgeführt. Die Mitarbeiter in der Netzleitstelle Taucha wurden zusätzlich geschult. Die Schaltleitung ist rund um die Uhr besetzt.

Pressekontakt

Evelyn Zaruba
Stv. Pressesprecherin
Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH
T 0371 482-1748
Evelyn.Zaruba@mitnetz-strom.de 
I  www.mitnetz-strom.de

Hintergrund

Die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH (MITNETZ STROM) mit Sitz in Halle (Saale) ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM). Als größter regionaler Verteilnetzbetreiber in Ostdeutschland ist MITNETZ STROM unter anderem für Planung, Betrieb und Vermarktung des enviaM-Stromnetzes verantwortlich. Das durch die MITNETZ STROM betreute Stromverteilnetz hat eine Länge von rund 74.000 Kilometern und erstreckt sich über Teile der Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.