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Pilotprojekt NetzFlex - Grünen Strom verbrauchen, wenn er da ist

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Wie gelingt es, dass unsere Kunden den lokalen Strom aus erneuerbaren Energien gerade dann nutzen, wenn er verfügbar ist? Also wenn zum Beispiel die Sonne scheint oder der Wind weht. Und können wir so unser Stromnetz optimal auslasten? MITNETZ STROM führt zu diesen Fragen das Pilotprojekt NetzFlex durch, wobei "Netz" für Stromnetz und "Flex" für Flexibilität steht. Im Ergebnis wurde die gleichnamige IT-Lösung entwickelt, die dabei helfen soll, flexibel Strom zu verbrauchen. Aber wie soll das gehen? Hier im Video erklären wir es kurz und einfach:



Die Blog-Redaktion hat Projektleiter Steve Bahn von der MITNETZ STROM zum Projekt befragt: 

Herr Bahn, worum geht es bei dem Projekt und was ist das Ziel?

SB: Im Pilotvorhaben NetzFlex geht es darum, die Interessen des Kunden und die Anforderungen des Netzbetreibers an die Integration von erneuerbaren Energien und flexiblen Verbrauchern wie Elektromobilen gleichermaßen zu bedienen. 

Unser Ziel ist es, dem Kunden bequemes Tanken von regionalem Ökostrom zu ermöglichen und dabei das Stromnetz optimal auszulasten. Die Stromkunden spielen dabei eine wichtige Rolle. Mit NetzFlex wollen wir sie dazu anregen, sich netzdienlich zu verhalten. Praktisch heißt dies, dass sie ihren Strom vor allem dann verbrauchen, wenn besonders viel erneuerbare Energie im Netz zur Verfügung steht und eine Netzüberlastung droht.

Die Kunden werden dazu künftig in ein Energiemanagementsystem eingebunden, dass ihnen per App anzeigt, wie hoch der Anteil von grünem Strom ist. Da in Zeiten mit hoher Einspeisung aus Wind- und Sonnenenergie auch die Netzentgelte auf einem niedrigen Tarif liegen, kann ein flexibler Kunde hier mit klimaschonendem Verhalten zusätzlich auch noch Geld sparen und leistet damit einen Beitrag zur Energiewende.

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Was sind die Ergebnisse?

SB: In 2019 haben wir eine erste Pilotinstallation erfolgreich in Betrieb genommen und getestet. Der Fokus lag auf einer schnellen Entwicklung, um möglichst zeitnah den Einsatz beim Kunden zu testen. Ziel ist es, Feedback von Kunden zu erhalten und damit die weitere Entwicklung konsequent an den Kundenbedürfnissen zu orientieren. Entsprechend wurde gemeinsam mit der Firma KiwiGrid aus Dresden eine Softwarelösung entwickelt. Die einzige Hardware im Pilottest ist der Energiemanager. Der Rest ist eine gut skalierbare und universell einsetzbare Softwareanwendung.

Wie geht es weiter?

SB: Wir haben einen kundenorientierten und überraschend einfachen Prozess gefunden, der sich schnell in die Praxis umsetzen lässt. Dank standardisierten Schnittstellen ist unsere Idee für zahlreiche Anwendungsfälle nutzbar. Ziel ist, eine weitgehend softwarebasierte Schnittstelle bereitzustellen, die auf einfache und kostengünstige Weise die Flexibilitäten in der Niederspannung nutzbar macht. Und noch mehr: die aufgezeigte Logik ist kompatibel mit zukünftigen Entwicklungen wie variablen Stromtarifen, Flexibilitätsmärkten und sogar dem Handel mit Rückspeisungen aus Elektromobilen (Vehicle2Grid).

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Projektleiter Steve Bahn


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