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Drahtseilakt: mit dem Fahrrad auf der Hochspannungs-Leitung

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Sind Sie eigentlich schon einmal in 35 Metern Höhe Fahrrad auf einem Seil gefahren? Die meisten von uns dürften solche Akrobatik nur aus dem Zirkus kennen. Umso faszinierender war der Anblick für die Kollegen der MITNETZ STROM, als letzte Woche ein Fahrrad in schwindelerregender Höhe über eine Hochspannungsleitung fuhr.

Hintergrund ist die aktuell laufende Baumaßnahme an der Hochspannungsfreileitung Marke-Piesteritz im Landkreis Wittenberg. In der Nähe von Uthausen wurden sogenannte Vogelschutzfahnen auf der Leitung angebracht. Das Spektakel haben wir auf Film festgehalten:


Bitte klicken, um den Film anzusehen


Vogelschutz an Freileitungen

Die Vogelschutzfahnen sind notwendig, damit kreuzende Vögel die Leiterseile als Flughindernis erkennen. Die Schutzeinrichtung funktioniert wie ein Windspiel und wird mit Klammern an der Leitung befestigt. Die reflektierenden Streifenbahnen flattern im Wind und erzeugen einen "Blinkeffekt", den die Vögel wahrnehmen und so frühzeitig ausweichen können. Da Vögel bei Annäherung an ein Hindernis nach oben ausweichen, werden die Vogelschutzarmaturen am Erdseil montiert, welches ganz oben über den stromführenden Seilen verläuft. So wird vermieden, dass die Vögel mit der Leitung kollidieren, Erdschlüsse und  Störungen auslösen und dabei selbst zu Schaden kommen. Grundlage ist das Naturschutzgesetz, dass den Vogelschutz an Energiefreileitungen vorsieht.

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Seilakrobatik im Zeichen des Naturschutzes

Damit die Marker in der großen Höhe angebracht werden können, fährt ein spezialisierter Monteur mit einem sogenannten Seilfahrrad auf der (dann spannungslosen) Hochspannungsfreileitung. Pro Spannfeld wurden sechs bis acht Vogelschutzfahnen gesetzt. Insgesamt legte das Seilfahrrad dabei beachtliche 350 Meter zurück.  

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Durchgeführt wurde die schwindelerregende Maßnahme durch die beauftragte Rahmenvertragsfirma Omexom. Dabei wurde das Seilfahrrad unter strikter Beachtung des Arbeitsschutzes durch drei Netzkollegen auf 35 Meter Höhe gezogen, an den 110 Kilovolt-Seilen gesichert und mit Vogelschutzfahnen ausgestattet. Diese brachte dann ein unerschrockener Monteur, der sich in das Fahrrad setzte und losradelte, an den Seilen an.

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Das Wetter spielte zum Glück gut mit. „Wir hatten optimale Bedingungen: strahlender Sonnenschein und warme Temperaturen. So konnte der mutige Monteur trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit entspannt arbeiten. Außerdem konnten wir auch sehr schöne Bilder von diesem auch für uns nicht alltäglichen Spektakel erstellen.“, freut sich Köpp, Projektleiter der MITNETZ STROM. Begeistert war auch der Redakteur der Mitteldeutschen Zeitung, welcher sich die Baumaßnahmen vor Ort anschaute.

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Hintergrund Ersatzneubau Hochspannungsfreileitung Marke-Piesteritz 

Der Ersatzneubau der Hochspannungsfreileitung Marke-Piesteritz (Sachsen-Anhalt, Landkreis Wittenberg) trägt dazu bei, auch zukünftig eine sichere und zuverlässige Stromversorgung in der Region zu gewährleisten. Aktuell hat der MITNETZ STROM den Bauabschnitt zwischen Radis und Kemberg umgesetzt. Dabei investierte das Unternehmen insgesamt rund 5,5 Millionen Euro. Anfang November 2020 fanden auf der Trasse die im Genehmigungsverfahren abgestimmten Vogelschutzmaßnahmen statt. Hier wurden auf beiden Erdseilen Vogelschutzmarkierungen montiert. 


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