Neue Hochspannungsleitung zwischen Zwickau und Reichenbach in Betrieb

Nach Baubeginn im April 2024 wurde die neue 110-Kilovolt-(kV)-Hochspannungsleitung zwischen Rotschau (Stadt Reichenbach/Vogtland) und Oberplanitz (Stadt Zwickau) in Betrieb genommen. Die Leitung stellt eine direkte Verbindung zwischen den Umspannwerken Crossen und Herlasgrün her und schließt damit eine wichtige Lücke im Hochspannungsnetz.
Doch was bedeutet das konkret? Mehr Versorgungssicherheit, mehr Leistungsfähigkeit und ein weiterer Baustein für ein zukunftsfähiges Stromnetz.

Was wir gebaut haben und warum
Auf der rund 17 Kilometer langen Trasse wurden 64 neue Stahlgittermasten errichtet. An besonders sensiblen Stellen, wie bei den Querungen der Ortslagen Neumark und Rotschau, haben wir die Leitung auf mehreren hundert Metern als Erdkabel realisiert.
Mit der neuen Leitung verbinden wir die Umspannwerke Crossen und Herlasgrün direkt miteinander. Dadurch schließen wir eine wichtige Lücke im bestehenden Netz und schaffen eine robuste Verbindung zwischen dem Landkreis Zwickau und dem Vogtlandkreis.
Zur neuen Verbindung gehören auch zwei bereits modernisierte Leitungen zwischen Werdau und Zwickau. Zusammen bilden sie den zentralen Baustein des übergeordneten Netzkonzeptes für die Region Zwickau-Vogtland. Unser Ziel dahinter ist klar: Wir wollen die Versorgungssicherheit in Südwestsachsen langfristig stärken und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit unserer Netze erhöhen.
Und wir denken dabei schon weiter: Im südlichen Verbund planen wir eine neue Verbindung zwischen Herlasgrün und Silberstraße, wofür wir bestehende Trassenabschnitte nutzen. Ein weiterer Neubau soll künftig die Netzlücke zwischen Steinberg und dem Raum Kirchberg schließen. Das Projekt befindet sich aktuell noch im Genehmigungsverfahren. Parallel dazu werden wir die rund 100 Jahre alte Freileitung zwischen Silberstraße und Herlasgrün Stück für Stück zurückbauen.
Gemeinsam mit der Region - im Dialog mit den Bürger

Vor und während der Genehmigungsverfahren haben wir eng mit Kommunen, Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen sowie verschiedenen Interessensgruppen entlang der Trasse zusammengearbeitet.
In moderierten Runden Tischen wurden Anliegen, Ideen und Bedenken offen diskutiert und gemeinsam nach Lösungen gesucht. Viele dieser Beiträge sind in die Planung eingeflossen. Beispiele dafür sind die beiden Erdkabelabschnitte, optimierte Trassenverläufe und individuelle Rücksichtnahmen entlang der Trasse.
„Wir haben auf Information, Transparenz und Beteiligung gesetzt, um einen möglichst breit akzeptierten Trassenverlauf zu finden. Das ist uns dank der konstruktiven Mitarbeit vieler Menschen gelungen.“, so Andreas Franke von der Gruppe Genehmigung und Liegenschaften der MITNETZ STROM in der Netzregion Südsachsen.
Mehr zum Thema Akzeptanzmanagement der MITNETZ STROM erfahren Sie hier.

Auch die Umwelt profitiert
Zu einem verantwortungsvollen Netzausbau gehören auch Maßnahmen zum Ausgleich von Eingriffen in Natur und Landschaft. Im Reichenbacher Ortsteil Friesen haben wir dafür eine alte Industriebrache vollständig abgerissen und renaturiert. Zusätzlich wurden in Neumark verschiedene Baumpflanzungen vorgenommen.
