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Das (n-1)-Prinzip - was ist das eigentlich?

Umspannwerk der MITNETZ STROM
Die deutsche Stromversorgung gilt bis heute als die sicherste der Welt. Das haben wir vor allem dem (n-1)-Prinzip zu verdanken, ein technischer Grundsatz, nach dem die deutschen Stromnetze geplant und betrieben werden. Doch was ist das eigentlich?

Das (n-1)-Prinzip und was es bringt.

Die Regel der (n-1)-Sicherheit besagt, dass in einem Netz mit maximalen Übertragungs- und Versorgungsaufgaben die Netzsicherheit auch dann gewährleistet bleiben soll, wenn eine Komponente ausfällt. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn ein Transformator oder ein Stromkreis defekt ist oder abgeschaltet wird. Auch dann darf es nicht zu unzulässigen Versorgungsunterbrechungen oder einer Ausweitung der Störung kommen. Außerdem muss die Spannung innerhalb der zulässigen Grenzen bleiben und die verbleibenden Betriebsmittel dürfen nicht unzulässig überlastet werden. 

Wenn ein Betriebsmittel eines Stromnetzes (z. B. Leitung oder Transformator) aufgrund eines Fehlers plötzlich ausfällt, muss deshalb ein anderes seine Aufgabe übernehmen. Dabei darf nicht mehr Strom über das Betriebsmittel fließen als erlaubt, da es ansonsten überlastet wird und das Stromnetz zusammenbrechen kann. Aus diesem Grund werden die Betriebsmittel eines Stromnetzes nur mit ca. der Hälfte des maximal erlaubten Stromes betrieben, damit sie im Fehlerfall die andere Hälfte als Reserve zur Verfügung haben.

Erneuerbare Energien

Energiewende verlangt nach neuen Wegen

Zur Gewährleistung der (n-1)-Sicherheit und der damit verbundenen Regulierung des ins Netz eingespeisten Stromes setzt die MITNETZ STROM bereits das Netzsicherheitsmanagement ein.

Dadurch allein kann jedoch nie das volle Potential eines Stromnetzes ausgeschöpft werden.  Auf Grund der hohen Netzauslastung durch die Energiewende wird dies zukünftig allerdings notwendig werden. Deshalb müssen neue innovative Konzepte entwickelt werden müssen. Vor allem das Forschungsprojekt „InnoSys 2030“ beschäftigt sich mit der Erarbeitung eines solchen Konzepts zur Höherauslastung der Betriebsmittel, ohne dass dabei die Sicherheit des Netzes beeinträchtigt wird.